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Ich bin dann mal weg!

Besuch aus Deutschland

Kolumbien Posted on Fri, January 27, 2017 14:58:41

Als wir Mitte Januar zurück nach Bogotá geflogen sind, wurden wir schon am Flughafen von den Vertreterinnen unserer Organisationen aus Deutschland willkommen geheißen. Hier haben wir eine weitere Woche verbacht, mit etwas Auswertung aber auch anderem Programm wie ein Treffen mit einem Künstlerpärchen, denen die Erhaltung der Indigenenkultur sehr wichtig ist, und mit Movimiento por la Vida, die Organisation von Oliver (KJG) in Bogotá.

Am Wochenende sind wir alle und auch Vertreter jeder Partnerorganisation in Kolumbien nach Libano gefahren, wo es nochmal eine Zwischenauswertung gab.
Dort haben wir auch einen Tag in Murillo verbracht und abends Tejo gespielt.

Petra, die Bildungsreferentin der DPSG und meine Ansprechpartnerin, ist noch mit nach Ibagué gekommen, wo wir bis gestern noch viel Spaß mit den Mitarbeitern von Sueños hatten.
Besonders am Mittwoch war ein fantastischer Tag, da wir einen Ausflug zu einem Naturreservat namens Entre Aguas gemacht haben. Es war super Wetter und wir haben eine Flusswanderung zu einem Wasserfall unternommen, wo wir uns auch drunter gestellt haben, und noch kleinere Spaziergänge durch die Natur dort. Es gab wirklich unglaublich viele Kolibris dort, wo wir auch gegessen haben, und genauso viele total verschiedene aber alle mitsamt bunte Vögel. Somit kam ich gar nicht mehr aus dem Freuen und Fotografieren heraus und habe alle damit angesteckt Blumen, Vögel und Schmetterlinge zu fotografieren. Nachmittags haben wir gelernt, wie man Kakao zur Schokolade verarbeitet! Das war richtig cool und spannend, außer dass die Schokolade so pur ohne Milch und Zucker wirklich sehr bitter geschmeckt hat smiley.
Danach wurde uns noch ein kleines Konzert geboten mit Geige und Gitarre und wir durften alle mit Rhytmusinstrumenten dazu begleiten.



Zwischenauswertung und Urlaub in Ecuador

Kolumbien Posted on Fri, January 27, 2017 14:33:44

Anfang Januar sind wir Freiwilligen dann alle zusammen nach Quito geflogen, wo wir uns mit den zwei Freiwilligen aus Ecuador getroffen haben, die wir schon von den Vorbereitungsseminaren kennen. Sie haben uns ihre Organisation, ein Jungenheim, gezeigt und wir verbrachten eine Woche als Urlaub in Quito, welche als Stadt total schön ist, da es eine wunderschönes historisches Zentrum hat, was ich von Ibagué nicht kenne. Zudem gibt es einen Hügel in der Mitte von Quito, von wo man einen atemberaubenden Ausblick run herum auf Quito hat. Wir haben sogar das städtische Museum besucht, was total anschaulich und schön die Geschichte und Entwicklung Quitos erzählt. Am letzten Tag sind wir zu Mitad del Mundo gefahren, wo ein Monument und eine gelbe Linie zeigen, wo der Äquator sich entlang zieht, sodass man dort gleichzeitig auf Nord- und Südhalbkugel stehen kann, angeblich. Denn in Wahrheit haben sich die Wissenschaftler damals um ca. 150m verrechnet, sodass wir dort sicher irgendwann mal auf dem Äquator standen, aber nicht dort, wo der gelbe Strich ist smiley.

Nach dieser Woche ging es für uns alle (Kolumbianer und Ecuatorianer) nach Baños, wo wir eine Woche lang Zwischenauswertung hatten und mit deutschem Essen von einer deutschen Ordensschwester, die dort lebt, verköstigt wurden.
An unserem freien Nachmittag haben wir eine schöne Radtour zu einem riesigen Wasserfall in der Nähe gemacht. Witzig fand ich, dass es nur 80 cm hohe Gänge bzw. Tunnel gab, durch die man kriechen musste, um näher an den Wasserfall zu gelangen und, wo man auch hinter ihm lang laufen konnte, obwohl man dann klitschnass wurde.



Ich lebe noch

Kolumbien Posted on Fri, January 27, 2017 14:10:58

Hallo alle miteinander, falls ihr euch schon gefragt habt, ob ich noch lebe – Ja, ich tue es und mir ging es nie besser!

Da ich so viele Fotos habe und so viele verschiedene Orte im letzten Moant gesehen habe, schreibe ich kleinere Einträge zu jedem Thema mit vielen Fotos.

Hier kommt also nun unsere Reise in den Amazonas:

Mein Bruder kam mich Mitte Dezember besuchen, sodass ich an Weihnachten und Silvester nicht alleine mit der Familie meiner Mitbewohner gefeiert habe, sondern er als Vertreter meiner Familie mir ein heimischeres Gefühl gegeben hat. Die Zeit war sehr schön mit ihm und zusammen mit den anderen drei Freiwilligen sind wir zwischen Weihnachten und Silvester an den Amazonas geflogen.
Dort hatten wir ein paar Ankunftsschwierigkeiten, da wir in Leticia, der Hauptstadt des Amazonas, landeten und dort aber nicht der Ort war, wo ich uns eine Hütte gebucht hatte. An diesem Tag fuhr aber kein Boot mehr dorthin, sodass wir uns spontan in Leticia eine Unterkunft suchen mussten. Hat auch alles geklappt, sodass wir mit einem Tag Verspätung dann in Puerto Nariño ankamen, wo sich unsere Hütte etwas abseits befand. Ein total schöne Übernachtungsmöglichkeit dort muss ich sagen und sie hatten auch eigene Touren, die sie anboten.
Wirklich spitze war, dass auf dem Gelände mit den Hütten mehrere Affen und ein Papageienpaar leben, die total zutraulich sind und wir sie so aus der Nähe betrachten konnten.
Im Amazonas haben wir in den drei Tagen eine Nachtwanderung, eine Wanderung zu einem Indigenendorf und zu Lotusblüten und Mammutbäumen gemacht und wollten gerne Delfine beobachten, vor allem rosane, die es nur dort gibt. Doch leider regnete es an dem Tag in strömen und die Delfine blicken sich dann leider nicht. Wir sind trotzdem in verzweifelter Hoffnung im Regen zu dem See gefahren und, obwohl wir keine rosa Delfine gesehen haben, gab es doch junge graue Delfine, die trotz des Unwetters in Paaren oder sogar zu Dritt aus dem Wasser sprangen! Das war total schön und einer war so nah, sodass wir sogar seinen rosa Bauch sehen konnten, da auch die rosa Delfine erst grau sind und mit dem Alter ihre Farbe wechseln.
Von den Delfinen gibt es zwar keine Fotos, wo man sie mehr als nur erahnen könnte, aber das ist auch schwer, da man nie wusste, wo sie als nächstes raus sprangen.



Und wenn die 5. Kerze brennt, hast du Weihnachten verpennt!

Kolumbien Posted on Tue, December 13, 2016 21:29:58

Tja das könnte mir normalerweise nie passieren, doch hier ist es wirklich etwas seltsam daran zu denken, dass schon nächste Woche Heilig Abend ist und zu Hause alle bei den kalten Temperaturen frieren, während ich immer noch meist in T-Shirt und kürzerer Hose rumlaufe, auch wenn es hier auch gerade kolumbianischer Winter ist, wo es viel regnet und gewittert, sodass ich auch öfters mal friere und lange Kleidung trage – klar, lange noch nicht vergleichbar mit Winter in Deutschland.
Was aber zumindest etwas die Weihnachtsstimmung heraufbeschwört, ist die opulente Weihnachtsdekoration in den Einkaufszentren und der Häuser hier in Tierra Firme: wow, die waren schon Ende November nicht zu bremsen und hier ist echt jedes Haus von außen mit Lichterketten überzogen! Zudem haben wir gerade zwei Wochen Weihnachtsprogramm in Sueños, wo alle Gruppen dran teilnehmen können und nur nachmittags ist. Letzte Woche Montag habe ich mit den Kindern und Erwachsenen Transparentsterne gebastelt, da wir das bei mir zu Hause oft in der Adventszeit gemacht haben und ich die Sterne an den Fenstern immer die schönste Dekoration finde. Dienstag gab es dann genau wie heute Einstudieren eines Weihnachtsliedes und Basteln von Lampen aus Plastikflaschen. Eigentlich war geplant, dass wir morgen durch die Straßen mit den Lampen und Liedern ziehen, doch da die Zeit zu knapp ist, werden wir nun Freitagabend, wo die Novena beginnt (9 Tage vor Heilig Abend sind hier ein besonderer Zeitraum zum Feiern) bei der Feier von Sueños das Lied singen. Mittwoch hatten wir den Jahresabschlussausflug mit allen Mitgliedern zu Piscilago, einem Wasserfreizeitpark mit vielen Rutschen, auch der längsten Südamerikas, und einem Zoo. Dort hatten wir alle viel Spaß und ich konnte ein neue Herausforderungen meistern, da ich etwas Bammel vor manchen Rutschen hatte, die sich dann aber als recht harmlos jedes Mal herausstelltensmiley.
Diesen Montag lag ich leider wegen verdorbenem Magen flach, da gab es für die Kinder ein Sporttunier und die Gewinnergruppe darf als Preis eine Tour durch Ibagué machen, wo es schöne Orte mit vielen Lichtern gibt, kann mir auch noch nicht ganz was darunter vorstellen. Morgen bastelt dann noch Germán mit allen eine Krippe aus Knetgummi.

Dieses Wochenende haben Lilo und ich Luisa in Libano besucht von Donnerstag bis Sonntag und haben sie zwei Tage in einer ihrer Organisationen begleitet namens Creamos. Dort haben wir mit ein paar Kindern Kekse gebacken, wofür wir geschlagene 5 Stunden gebraucht haben! Danach konnten wir nichts Süßes mehr sehen. Samstag haben wir Luisa beim Englischunterricht begleitet und bei Manualidades aus Eisstielen Weihnachtsbäume gebastelt und verziert. Später hatten wir noch eine klasse Aussicht auf Libano von einem benachbarten Berg, Polka genannt.

Noch zwei Ereignise aus dem November:
Einmal haben wir zum Abschluss des Rechts auf Gesundheit mit den Derechicos eine Zahnputzkampagne in einem Kindergarten im benachbarten Viertel gemacht, wo sie einen Song aufgeführt haben, der das Zähne putzen erklärt und den Kindern die wichtigsten Infos erzählt haben. Danach haben alle KInder eine Zahnbürste geschenkt bekommen und sind mit den Derechicos Zähne putzen gegangen. Das hat mich sehr an meine Kindergartenzeit erinnert, wo auch immer Leute kamen, die mit so einem Riesengebiss das Zähneputzen erklärt habensmiley – vielleicht wisst ihr, wovon ich spreche.

Zudem hatten wir am 30.11. unseren großen Clausura-Tag, das heist wir haben in Chembe und in Tierra Firme die Gruppen geschlossen. Dafür haben wir morgens in Chembe ein großes Zirkellaufen mit 6 Basen veranstaltet, wo jeder aus dem Team einen Stand hatte, wo sie eien Aufgabe schaffen mussten z.B. Karaoke mit Tanzen, alle aus einer Gruppe durch ein netz aus Seilen nach draußen schaffen, mit einer Menschenkette eine Flasche, die immer weiter weg gestellt wurde, erreichen, aus Einzelbildern ein Großes schaffen, Eierlauf,etc. Das war der schönste Tag in Chembe, sehr erfolgreich, die Älteren haben super mit den Kindern zusammengearbeitet und geholfen, was wir zum ersten Mal beobachten durften!
Abends gab es die große Abschlussveranstaltung im Salon, wo Enredatec, Derechicos, Grafo 7 und Mi primaria Web ihre Diplome überreicht bekommen haben und wir, die Theatergruppe, einen Einblick in unsere Übungen gegeben haben.

Ach ja, fast vergessen: Wir haben auch noch einen kleinen Trödelmarkt mit Secondhandklamotten gemacht, um ein bisschen Geld für unseren Piscilago-Ausflug zu sammeln. Das war auch sehr nett und ich finde es immer witzig, wenn sie “Treudelmarkt” statt Trödelmarkt sagen.



Von Haustieren über Ausgesperrt bis zu Straßenseen

Kolumbien Posted on Sun, November 27, 2016 14:07:58

Hallo heute möchte ich euch von vielen kleinen Erlebnissen erzählen, die sich in diesem Monat ereignet haben:
Zunächst einmal haben wir nun eine neue Mitbewohnerin: die kleine süße Hündin Bonny, die nun 3 Monate alt ist, und es liebt alles zu zerbeißen. Bis vor ein paar Tagen hatten wir sogar noch einen zweiten Gast, der jedoch nicht geplant war. Vor ungefähr einem Monat hatte eine Katze ihre drei Jungen bei uns im Haus in der Nacht geboren und am nächsten Abend nur zwei der drei wieder mitgenommen. Das letzte Kätzchen blieb tarurig in unserer Obhut zurück. Wir haben sie zu einer Familie gegeben, dessen Katze gerade auch Junge bekommen hatte, sodass das Katzenbaby eine Ersatzmutter bekam. Doch nun wollte die Familie die Katze nicht länger und wir haben sie wieder zu uns genommen. Das war ganz schön aufregend mit zwei Babyhaustieren, die sich gerne käbbeln. Doch nun hat Germán die Katze an eine andere Familie verschenkt, weil die zwei Töchter sie sich sehr wünschten.

Bei Manualidades haben wir diesen Monat wirklich schöne Sachen gefertigt!
Zunächst konnten wir eine Idee von mir umsetzen: Körbe flechten. Diese haben wir aus Zeitungspapier fabriziert und danach besprüht. Als nächstes haben wir total schöne Lampen für Teelichter aus Eisstäbchen gebastelt und nun in der letzten Stunde passend zu Weihnachten einen Weihnachtsschuh.

Vor zwei Wochen kam netter Besuch aus Libano. Luisa hat uns besucht!
Sie war von Samstag bis Montag hier, da wir den Montag aufgrund eines Feiertags frei hatten. So sind wir sonntags einkaufen und in einem veganen Restaurant Essen. Abends haben wir uns mit unserem Spanischlehrer zum 1. Mal seit Ende unseres Kurses getroffen! Das war sehr schön und wir haben sogar in einer Bar gesessen, wo auch deutsches, holländisches und belgisches Bier verkauft wirdsmiley.

Anfang November habe ich mein 1. Erdbeben überhaupt erlebt! Keine Sorge, es war sehr schwach und total schnell vorbei, aber trotzdem habe ich mich erschrocken, als plötzlich alle Wände sich zu bewegen anfingen und zitterten. Danach dachte ich schon, ich hätte es mir eingebildet, weil es so kurz war. Anscheinend gab es nochmal ein kurzes um 9 Uhr, aber das habe ich verpasst, keine Ahnung wie smiley.

Richtig aufgeschmissen waren wir, als letzte Woche Dienstag plötzlich das Schloss der Tür zur Bibliothek von Sueños kaputt ging und wir sie nicht mehr aufschließen konnten. Es war Mittag und alle 3 Nachmittags-Gruppen warteten darauf, dass wir die Türe öffneten. Tja, da mussten wir improvisieren und zwei Gruppen mussten oben im Salon arbeiten. Wir Planetarios haben gewartet, während Julio versuchte, mit Schraubenzieher und später Germán mit Bohrmaschine das Schloss zu öffnen.
Wir gingen dann erstmal los im Nachbarviertel Recyclingmüll zu sammeln und hofften, dass in der Zwischenzeit Germán die Türe öffnen konnte.
Leider war dies nicht der Fall, doch Julio hatte nun die geniale Idee, über den Hinterhof der Nachbarn in den von Sueños zu gelangen, und dort ein Fenster zu öffnen, wodurch er an die Hintertür kam und diese auch öffnen konnte. Drinnen musste er das Schloss absägen, um uns rein zu lassen. Aber was tut er in einem Moment der geistigen Umnachtung?!: Das gute Schloss, was nicht kaputt ist, absägen, sich dann wundern, wieso die Türe immer noch nicht zu öffnen ist, um dann zu realisieren, dass es das falsche Schloss war!smiley. Das war eigentlich recht witzig im Nachhinein und Julio konnte das intakte Schloss auch wieder dran schweißen.
Nun haben wir vom Schlosser ein neues zweites Schloss bekommen und alles ist wieder gut.

Letztes Erlebnis war, als ich mit dem Sueños Team in der Stadt unterwegs war und es, typisch für den Winter hier, anfing, Sturzbäche zu regnen. Wir fuhren mit dem Auto nach Hause und ich schaute wirklich ungläubig, als ich sah, wie sich die Straßen in riesige braune Flüsse oder Seen verwandelten und den armen Motorradfahrern an den Ampeln bis zu den Knien gingen! Ich kannte bisher nur den Anblick des kleinen Flusses, zu dem sich die Hauptstraße in Tierra Firme bei Starkregen verwandelt, da sie unbefestigt ist, aber ich war noch nie im Zentrum und hatte keine Ahnung, was für Wassermassen sich dort anstauen. Mir wurde erklärt, dass es daran liegt, dass der Müll an den Straßen, die Abflussgitter versperrt, sodass das Wasser nicht abfließen kann.

So damit war es das auch für heute und nächste Woche berichte ich euch dann von der Abschlussfeier meiner Organisation, da sie Ende November mit dem Jahresprogramm aufhören und noch zwei Wochen im Dezember extra Weihnachtsprogramm machen.



Tatacoa Baila

Kolumbien Posted on Mon, November 07, 2016 12:54:53

Übrigens waren wir vor kurzem über ein verlängertes Wochenende in der Tatacoa-Wüste, die eigentlich nur ein trockener Wald ist, da Kolumbien nicht so heiß ist, als dass es hier Wüste gäbe. Mit wir meine ich Lilo, Luisa und mich, da Luisa extra aus Libano kam, um mit uns dorthin zu fahren. In der “Wüste” hat am Sonntag Abend ein Konzert stattgefunden, für das wir Eintrittskarten hatten. Es war zwar Elektonikusik, also nichts so unser Musikgeschmack, aber wir hatten zu dritt unseren Spaß an dem Abend, als wir eine A capella-Band für Elektromusik gründetensmiley.
Am Montag morgen sind wir früh morgens um 7 Uhr aufgebrochen, da wir noch eine Tour durch die Wüste machen wollten, die übrigens sehr schön ist. Tatsächlich haben wir schnell einen Guide gefunden, der uns mit einem Mototaxi durch die Landschaft fuhr. Dabei haben wir zwei verschiedene Teile zu Fuß erkundet:
Den grauen:

Und den roten:





Bunt, bunt, bunt sind alle meine Farben

Kolumbien Posted on Tue, November 01, 2016 12:57:22

Der Eintrag verdient diesen Titel, da ich in letzter Zeit so viel wie noch nie einen Pinsel in der Hand hattesmiley.
Erst der Hinterhof, dann die Rosen aus Eierkarton, die nun übrigens bei Manualidades für Jüngere und Ältere fertig gestellt worden sind,…


…und nun drei weitere Ereignisse, wo ich den Malerpinsel schwingen konnte:
1. Es gibt auch eine Gruppe namens Grafo 7, die von Germán, meinem Mitbewohner, geleitet wird, da er Grafikdesigner ist. In dem Kurs lernen die Jugendlichen Fotografie, am Computer designen, zeichnen und malen mit verschiedenen Materialien.
Die Gruppe finde ich sehr spannend, doch ich habe zu der Zeit, wo sie stattfindet, meist keine Zeit. Doch bei dem aktuellen Projekt konnte ich zwischendurch einsteigen, da sie einen Samstag außerhalb der normalen Treffen weitergearbeitet haben und ich dort meine Hilfe anbot. Bei dem Werk handelt es sich um das Gestalten des Hinterhofes des Salons, wobei jeder Teilnehmer vorher in klein Entwürfe gezeichnet hat und diese nun in Groß auf die wände gebracht werden. Dabei handelt es sich vor allem, um ziemlich verrückte Motive, muss ich sagen smiley.
Eigentlich wollte ich nur ein bisschen beim Ausmalen helfen, aber dann wurde ich überredet ein eigenes Motiv zu zeichnen und an die Wand zu malen. Gesagt getan und so habe ich letzte Woche meine Zeichnung, eine Rose, fertig stellen können.
Wenn die ganze Wand fertig ist, schicke ich euch natürlich ein Bild, es sieht jetzt schon toll aus.
2. Mit den Derechicos haben wir nun das Grundrecht auf Erholung und Sport fertig gestellt, indem wir die Treppenstufen des Sportplatzes in Tierra Firme mit Bildern von verschiedenen Sportarten, Bällen und Werten im Sport verschönert haben.
3. Halloween! Wie auch in Deutschland wurde hier gestern Halloween gefeiert, wo sich die Kinder verkleiden, um die Häuser ziehen und Süßes sammeln. Dabei sieht man aber nicht nur Horroroutfits, sondern auch süße Prinzesinnen, Feen und Tiere. Zudem dürfen die Kinder auch verkleidet zur Schule gehen, was in Deutschland ja nicht der Fall ist.
Für dieses Event haben wir morgens mit den Jüngeren von Manualidades Masken gebastelt, sodass ich noch heute immer wieder trotz Dusche Glitzerstaub auf meiner Haut entdecke :D. Nachmittags wurde es dann richtig schön, als wir die Derechicos und auch einige Kinder aus der Gruppe Enredatec (7-10 Jahre, lernen Umgang mit Computer) geschminkt haben. Das war mein 1. Mal, dass ich sowas gemacht habe, also war ich etwas besorgt, ich würde den Vorlagen nicht gerecht werden, aber es war leichter als gedacht und so sind ein gruseliger Vampir, zwei Spidermen und eine Mimose herausgekommen smiley. Die Stimmung war ausgelassen, locker und wir haben Musik gehört. Alle waren glücklich mit ihrer Gesichtsbemalung und sind von dannen gezogen, um die Straßen unsicher zu machen. Leider sind bei uns zu Hause keine Kinder vorbei gekommen, da sich die meisten ins Zentrum in die Einkaufszentren aufgemacht haben.

Noch kurz zu erwähnen ist, dass mir nun die Englischkurse überlassen wurden, die ich alleine planen und ausführen darf, wobei aber Alejandra zur Hilfe dabei bleibt. Darauf bin ich stolz, weil sie mir das schon zutrauen, da mein Spanisch sehr gut ist und ich super mit den Kindenr klar kommesmiley. Zudem haben wir bei Manualidades der Älteren mit einer Idee vin mir begonnen, nämlich Körbe flechten. Das Material haben wir dann noch geändert, um nichts kaufen zu müssen, sodass wir nun ganz in Manier der Planetarier Zeitungspapier recyclen, indem wir dieses für die Stäbe und als Flechtmaterial verwenden.



Aaaaaaalso…

Kolumbien Posted on Sat, October 08, 2016 23:33:27

Hallo an alle,
es ist viel Zeit vergangen, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe, da ich nun immer gut beschäftigt bin und in die Arbeit von Sueños voll eingestiegen bin.
Da ich nicht von allem berichten kann nur ein paar Dinge ausführlicher:
1. Wir waren nun drei Mal bisher in Chembe, dem Ort in den Bergen, und ich habe dabei alle drei verschiedenen Gruppen kennengelernt. Wir arbeiten immer in zweier Teams, sodass ich zweimal mit Julio zusammen “Theater” bzw. “Kennenlernen des Körpers” mit den Kindern und Jugendlichen gemacht habe und diesen Mittwoch mit Karen unter dem Thema “Manualidades” mit den Frauen aus Plastikflaschen Kerzenhalter für Weihnachten gebastelt habe. Die Idee finde ich total cool.

Die Leute aus Chembe sind sehr nett, obwohl sie natürlicher distanzierter sind als die aus Tierra Firme, da sie uns gerade erst kennenlernen. Doch mit jedem Mal werden wir vertrauter werden.
2. Bei den Manualidades haben wir nun den Innenhof fertig gestellt, der nun wunderhübsch aussieht und von einem toll gemalten Baum an der Wand geschmückt wird. Darauf die Woche haben wir noch neue Blumen in Töpfe geplanzt und drei ehemalige, nun bemalt und bepflanzte Autoreifen an der anderen Wand aufgehangen. Von dem nun ganz fertigen Hof habe ich noch kein Foto, aber von dem Baum smiley, unser ganzer Stolz.


Nun basteln wir aus Eierkarton Rosen, was ich auch eine tolle Idee finde, um aus Recycling schöne Sachen zu machen.
3. Bei den Planetarios haben wir T-Shirts mit dem Logo der Gruppe bedruckt und ausgemalt, sodass ich nun auch Besitzerin eines solchen T-Shirts bin. Die tragen wir nun beim Mülleinsammeln, um uns als Planetarios auszuzeichnen.

4. Der September war hier der Monat der Freundschaft und Liebe und man spielt in vielen Gruppen das Spiel “Amigo Secreto”. Ist wie bei uns Wichteln, außer dass man den ganzen Monat über der gezogenen Person zusätzlich mit Süßigkeiten den Monat versüßt. Am Ende des Monats wird dann das Geheimnis aufgelöst, wer der Amigo Secreto von wem war und man überreicht ein Geschenk. Dieses Spiel haben wir mit den Derechicos gespielt, wobei wir als Geschenke Armbänder gemacht haben. Am letzten Tag des Septembers haben wir einen Kreis gebildet und zu jeder Person haben die anderen, die wollten, nette Dinge gesagt. Anschließend haben wir hawaianische Tortillas gemacht.
Das war ein sehr schöner Tag und toll, dass hier die Freundschaft so gefeiert wird.

Übrigens für Pilar, die kolumbianische Freiwillige von Sueños, haben wir eine nette Abschiedsfeier veranstaltet und sie ist nun gut in Deutschland angekommen.



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