Hallo heute möchte ich euch von vielen kleinen Erlebnissen erzählen, die sich in diesem Monat ereignet haben:
Zunächst einmal haben wir nun eine neue Mitbewohnerin: die kleine süße Hündin Bonny, die nun 3 Monate alt ist, und es liebt alles zu zerbeißen. Bis vor ein paar Tagen hatten wir sogar noch einen zweiten Gast, der jedoch nicht geplant war. Vor ungefähr einem Monat hatte eine Katze ihre drei Jungen bei uns im Haus in der Nacht geboren und am nächsten Abend nur zwei der drei wieder mitgenommen. Das letzte Kätzchen blieb tarurig in unserer Obhut zurück. Wir haben sie zu einer Familie gegeben, dessen Katze gerade auch Junge bekommen hatte, sodass das Katzenbaby eine Ersatzmutter bekam. Doch nun wollte die Familie die Katze nicht länger und wir haben sie wieder zu uns genommen. Das war ganz schön aufregend mit zwei Babyhaustieren, die sich gerne käbbeln. Doch nun hat Germán die Katze an eine andere Familie verschenkt, weil die zwei Töchter sie sich sehr wünschten.

Bei Manualidades haben wir diesen Monat wirklich schöne Sachen gefertigt!
Zunächst konnten wir eine Idee von mir umsetzen: Körbe flechten. Diese haben wir aus Zeitungspapier fabriziert und danach besprüht. Als nächstes haben wir total schöne Lampen für Teelichter aus Eisstäbchen gebastelt und nun in der letzten Stunde passend zu Weihnachten einen Weihnachtsschuh.

Vor zwei Wochen kam netter Besuch aus Libano. Luisa hat uns besucht!
Sie war von Samstag bis Montag hier, da wir den Montag aufgrund eines Feiertags frei hatten. So sind wir sonntags einkaufen und in einem veganen Restaurant Essen. Abends haben wir uns mit unserem Spanischlehrer zum 1. Mal seit Ende unseres Kurses getroffen! Das war sehr schön und wir haben sogar in einer Bar gesessen, wo auch deutsches, holländisches und belgisches Bier verkauft wirdsmiley.

Anfang November habe ich mein 1. Erdbeben überhaupt erlebt! Keine Sorge, es war sehr schwach und total schnell vorbei, aber trotzdem habe ich mich erschrocken, als plötzlich alle Wände sich zu bewegen anfingen und zitterten. Danach dachte ich schon, ich hätte es mir eingebildet, weil es so kurz war. Anscheinend gab es nochmal ein kurzes um 9 Uhr, aber das habe ich verpasst, keine Ahnung wie smiley.

Richtig aufgeschmissen waren wir, als letzte Woche Dienstag plötzlich das Schloss der Tür zur Bibliothek von Sueños kaputt ging und wir sie nicht mehr aufschließen konnten. Es war Mittag und alle 3 Nachmittags-Gruppen warteten darauf, dass wir die Türe öffneten. Tja, da mussten wir improvisieren und zwei Gruppen mussten oben im Salon arbeiten. Wir Planetarios haben gewartet, während Julio versuchte, mit Schraubenzieher und später Germán mit Bohrmaschine das Schloss zu öffnen.
Wir gingen dann erstmal los im Nachbarviertel Recyclingmüll zu sammeln und hofften, dass in der Zwischenzeit Germán die Türe öffnen konnte.
Leider war dies nicht der Fall, doch Julio hatte nun die geniale Idee, über den Hinterhof der Nachbarn in den von Sueños zu gelangen, und dort ein Fenster zu öffnen, wodurch er an die Hintertür kam und diese auch öffnen konnte. Drinnen musste er das Schloss absägen, um uns rein zu lassen. Aber was tut er in einem Moment der geistigen Umnachtung?!: Das gute Schloss, was nicht kaputt ist, absägen, sich dann wundern, wieso die Türe immer noch nicht zu öffnen ist, um dann zu realisieren, dass es das falsche Schloss war!smiley. Das war eigentlich recht witzig im Nachhinein und Julio konnte das intakte Schloss auch wieder dran schweißen.
Nun haben wir vom Schlosser ein neues zweites Schloss bekommen und alles ist wieder gut.

Letztes Erlebnis war, als ich mit dem Sueños Team in der Stadt unterwegs war und es, typisch für den Winter hier, anfing, Sturzbäche zu regnen. Wir fuhren mit dem Auto nach Hause und ich schaute wirklich ungläubig, als ich sah, wie sich die Straßen in riesige braune Flüsse oder Seen verwandelten und den armen Motorradfahrern an den Ampeln bis zu den Knien gingen! Ich kannte bisher nur den Anblick des kleinen Flusses, zu dem sich die Hauptstraße in Tierra Firme bei Starkregen verwandelt, da sie unbefestigt ist, aber ich war noch nie im Zentrum und hatte keine Ahnung, was für Wassermassen sich dort anstauen. Mir wurde erklärt, dass es daran liegt, dass der Müll an den Straßen, die Abflussgitter versperrt, sodass das Wasser nicht abfließen kann.

So damit war es das auch für heute und nächste Woche berichte ich euch dann von der Abschlussfeier meiner Organisation, da sie Ende November mit dem Jahresprogramm aufhören und noch zwei Wochen im Dezember extra Weihnachtsprogramm machen.