Letzten Sonntag haben wir erneut einen Ausflug mit unserem Sprachlehrer gemacht: diesmal zur Finca Santafé guaduales, die sich auch den Naturschutz auf die Fahnen geschrieben haben. Zunächst haben wir eine Wanderung mit einem Guide für 2 Stunden gemacht, wobei wir unglaublich vielen verschiedenen und allesamt wunderhübschen Schmetterlingen begegnet sind, doch leider habe ich fast keine Beweisfotos, da sie mir nicht den Gefallen getan haben, sich ruhig auf eine Blume zu setzen, sondern die ganze Zeit rastlos herumgeflogen sindsmiley.
Cool war, dass wir zu Beginn der Wanderung von einer frischen Kakaofrucht probieren durften: war echt süß und lecker, aber man darf die Kerne nur ablutschen und nicht draufbeißen, was mir aber zu spät gesagt wurde, denn ich hatte schon reingebissen und kann euch sagen, dass sie so ziemlich bitter ist.
Am Ende kamen wir an einem Wasserfall vorbei, doch auch hier hat der Klimawandel zugeschlagen, sodass es seit ein paar Jahren in Kolumbien heißer ist und weniger regnet als früher und damit der Wasserfall zu einem Rinnsal ausgetrocknet ist, der noch vor einem Jahr normal Wasser geführt hat.
Zurück bei der Finca haben wir uns den Magen voll geschlagen und sind anschließend zum Abkühlen in den Pool gegangen, wo wir den Tag haben ausklingen lassen.
Meine Mitbewohner kamen am Abend aus den USA zurück und es gab ein freudiges Wiedersehen.

Leider hatte meine Kamera auf dem Ausflug keinen Saft mehr, sodass ich kein Foto der Finca habe. Und falls es noch nicht aufgefallen ist, wenn man auf die Fotos kilckt, die kleiner sind, werden sie größer angezeigt.

Ansonsten verlief meine Woche mal sehr ruhig beim Sprachkurs, was auch angenehm war. Diese Woche haben wir das Vokabular rund ums Essen gelernt, sodass wir dieses praktisch umgesetzt haben, indem wir Früchte eingekauft und daraus Salpicón (wie Bowle nur mit Sodagetränk aus Kolumbien ohne Alkohol) und Fruchtsalat gemacht haben und ein Rezept auf Spanisch erklären und kochen mussten.
Am Donnerstag haben wir noch abends ein Konzert des Sinfonieorchesters des Konservatoriums von Ibagué besucht, was sehr schön war.

Am Mittwoch habe ich zudem Natalia und German, meine Mitbewohner, zu einer Gruppe älterer Frauen, die sie leiten, begleitet. Seit längerem arbeiten sie an einem Projekt zur Vorstellung der 6 verschiedenen Teile Kolumbiens (Karibik, Andina, Pazifik, Orinoquia, Amazonas, Inseln). Immer zwei Frauen haben eine Region bearbeitet und sich über die Menschen, Trachten und Landschaft dort informiert. Am Montag wird es eine große Austellung geben, wo die Experten für jede Region in den jeweiligen Trachten mit den passenden Gerichten ihre Region vorstellen. Dafür haben wir am Mittwoch Plakate gemalt, die an die Posten geklebt werden und anschaulich die Region vorstellen.