In der letzten Woche haben wir viele spannende und schöne Ausflüge mit unserem Spanischlehrer unternommen, von denen ich Euch berichten möchte.
Sonntag vor zwei Wochen haben wir uns auf zur Finca (Farm) la Rivera gemacht, die auf dem Cañon del Combeima liegt, wohin wir auch den Ausflug mit Sueños zu dem Wasserfall gemacht haben. Doch um zu dieser Finca zu gelangen, muss man den Berg bis ganz nach oben fahren und von dort eine Seilbahn nehmen, die einen auf die gegenüberliegende Seite bringt, wo die Farm liegt, weswegen es dort auch kühler ist.
Dort gibt es viele schöne Blumen zu sehen, die sofort fotografiert wurdensmiley und es werden viele verschiedene Tiere gehalten wie z.B. Sträuße, Papageien, Lamas und auch Kanninchen und Hühner. Viele hatten Junge, die total süß aussahen. Mit einem Führer haben wir uns auf einen ökologischen Pfad gemacht und haben die geplante 1-Stunden- zu einer 2-Stunden-Tour ausgedehnt, da wir beschlossen haben, den Berg bis ganz nach unten zum Fluss del Combeima abzusteigen. Der Rückweg nach oben war dann ganz schön anstrengend und wir haben uns das Essen danach redlich verdient.
Nach dem Essen verzogen sich die Wolken und man konnte den ansonsten meist wolkenverhangenen Berg Nevera sehen, der, wie der Name schon sagt, schneebedeckt ist.
So ging ein schöner Tag zu Ende.

Doch schon am Mittwoch folgte ein weiterer traumhafter Ausflug für mich zur Orquideario de Ibagué, denn…
… dort gibt es, ob man es glaubt oder nicht, gaaanz viele Orchideen und andere Blumen mit ganz starken Farben! Zur Info: die Orchidee ist die Nationalblume Kolumbiens.
Der Ort ist ein Naturreservat und eine nette, lustige Führerin hat mit uns und einer Gruppe von 50 2. Klässlern eine Wanderung durch das Reservat gemacht, die zwischendurch einen schönen Ausblick über Ibagué bot.
Nach diesem Morgen hatten wir am Nachmittag frei und ich habe die Gelegenheit genutzt, eine Gruppe von 7-10 Jährigen von Sueños Especiales zu begleiten, die auf einen nebenliegenden Berg Tierra Firmes ihre selbstgemachten Drachen haben steigen lassen. Denn der August ist hier der Monat mit dem meisten Wind, weswegen an jeder Stelle Drachen verkauft werden.
Zum Glück war auch an diesem Tag auf dem Berg genug Wind, sodass viele ihre Drachen steigen lassen konnten, doch wie es immer so ist, gehen diese leider auch sehr schnell kaputt, wenn sie sich in Bäumen verfangen oder sonst wo. Somit mussten viele zwischendurch geflickt werden und am Ende gab es nur noch ein paar Drachen, die überlebt haben. Aus diesem Grunde sieht der Berg auch sehr vermüllt aus, da alle dort ihre Drachen steigen lassen und den Müll dort lassen.
Deswegen haben wir im Anschluss eine Einheit Mülleinsammeln gemacht, sodass die meisten Überreste am Ende weg waren.

Auch am Donnerstag war ein spannender Tag, weil wir nachmittags einen Freund von unserem Lehrer besucht haben, der Maler ist und der uns gratis einen Zeichenkurs gebeben hat, wo wir auch mit Kohle zeichnen durften. Danach sind wir noch zur Kirmes in Ibagué gegangen.
Am folgenden Tag sind wir mit demselben Maler und unserem Sprachkurs ins Museo del Arte de Ibagué gegangen. Es ist relativ klein, doch es hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn ein Künstler namens Bertel hat mich sehr begeistert. Er malt nur Landschaften aus Kolumbien wie z.B. in dieser Austellung nur Bilder vom Amazonas
waren. Die Farben sind sehr kraftvoll und es gibt zwischen all dem Grün viele Blumen und bunte Tiere wie Kolibris, Frösche und Schmetterlinge zu entdecken.
Zudem gab es eine Austellung zur Kritik am Bergbau in Kolumbien, der dort viele Probleme mit sich bringt, wie in vielen anderen Ländern auch. Doch der jetzige Bürgermeister Ibagués möchte den Bergbau in diesem Gebiet abschaffen, sodass man im Moment viele Plakate sieht, die entweder dafür werben, dass man mit „Nein“ oder „Ja“ für den Bergbau stimmen soll. Von einem befreundeten Künstler wurden wir sogar mit zu einem Atelier genommen, wo gerade mehrere Schüler Unterricht hatten und wir konnten ihnen beim Malen zusehen.

Mein Samstag verlief so wie der letzte und ich hatte wieder viel Spaß bei den beiden Englischkursen und im Versuch als Deutschlehrerin für die Freiwillige von Sueños, die im Oktober nach Deutschland kommt.