Nun bin ich schon zwei Wochen in Kolumbien und ich fühle mich hier, als wäre ich sogar schon länger hier, da vieles vertraut wirkt.
Nach dem Ausflug zu dem Wasserfall, hat ab dem Dienstag mein Sprachkurs mit den anderen zwei Freiwilligen vom BDKJ, Luisa und Lilo, begonnen.
Unser Spanischlehrer ist total nett und macht viele Scherze und spielereische Überprüfungen unseres Wissens, sodass der Spaß nicht zu kurz beim Lernen kommt.
Zudem lernen wir durch ihn auch viele Ecken Ibagués kennen, da wir morgens und nachmittags Unterricht haben und der Nachmittag häufig für Ausflüge durch Ibagué genutzt wird. So sind wir in den ersten zwei Wochen durch Ibagués Downtown und alle großen Einkaufszentren gelaufen, haben einen spanischen Film angeschaut und haben auch kurz in ein Konzert einer Gruppe aus Libano im Musikkonservatorium hineingehört. Diese Woche hat unser Lehrer sogar eine Abmachung mit seinem Fitnessstudio getroffen, sodass wir fünf aufeinanderfolgende Tage kostenlos dieses nutzen durften. Das war sehr cool, da wir schon mal kolumbianische Rythmen und Tänze kennenlernen und schon erste Kontakte knüpfen konnten.

Letztes Wochenende sind wir drei zusammen nach Libano gefahren und haben dort das Wochenende mit den beiden Chefs von Luisa verbracht, die uns ihre jeweilige Organisation gezeigt und durch Libano geführt haben.
Am Sonntag sind wir hoch nach Murillo gefahren, wo es noch frischer als in Libano ist, da es höher in den Bergen liegt. Dort gab es ein großes Straßenfest mit viel Musik und einem Straßenumzug, der mich an einen Karnevalszug erinnerte, da auch Süßigkeiten geworfen wurden. Alle möglichen Gruppen aus Tolima haben in ihren Trachten getanzt und es sah wunderschön aus. Danach sind wir noch viele Treppen erst runter gelaufen, um einen weiteren Wasserfall zu besuchen, doch leider muss man ja nachher auch die Treppen wieder hoch…smiley

Einen Abend in Libano haben wir auch das Nationalspiel Kolumbiens gelernt: Tejo.
Man hat einen relativ schweren Stein (Tejo), den man versucht aus einer bestimmten Entfernung in ein Loch oder zumindest in die Nähe des Lochs einer Lehmwand zu werfen. Am Anfang war es echt nicht so leicht, überhaupt, die Lehmwand zu treffen, doch am Ende wurden wir was besser und mein persönliches Highlight war, als ich tatsächlich das Loch traf!

Im Moment bin ich alleine zu Hause, da meine beiden Mitbewohner von Sueños in den USA sind, da die Organisation einen Preis gewonnen hat, den sie in den USA verliehen bekommt. Aber ich komme gut zurecht und habe heute die zwei Englischkurse von Sueños besucht, die von einer Englischlehrerin unterrichtet werden, die in den USA ein Freiwilligenjahr gemacht hat. Die Lehrerin ist super nett und es hat mir viel Freude bereitet, den Kursen beizuwohnen, da ich viele von den Kindern von dem Ausflug zum Wasserfall schon kannte und noch neue kennengelernt habe. Da mein Sprachkurs über den Tag verteilt ist, hatte ich ansonsten noch nicht Gelegenheit die Gruppen, die in der Woche sind, zu besuchen.
Dafür konnte ich letzten Freitag beim Schwimmkurs für Erwachsene assistieren, was mir viel Spaß gemacht hat.

PS: Falls jemand auch an den Blogs meiner Mitfreiwilligen interessiert ist, hier die Links:
liloinkolumbien.wordpress.com
luisakarlinger.wordpress.com