Hallo an alle Freunde, Familie und Interessierte, die auf diesen Blog gestoßen sind.
Ich heiße Theresa Perse, bin 18 Jahre alt, wohne in Jülich, einer kleineren Stadt Nähe Aachen und Köln und bin Roverin im Jülicher Pfadfinderstamm Franz von Sales.
Ich mache dieses Jahr nach meinem nun hinter mir liegenden Abitur ein Jahr lang vom Pfadfinderverband DPSG im Diözesanverband (DV) Aachen aus einen Sozialen Dienst für Frieden und Versöhnung, kurz SDFV genannt, in Ibagué, Kolumbien.
Die DPSG DV AC ist mit einigen anderen Entsendeorganisationen in einem Trägerkreis (SDFV). In diesem Kreis wird nicht nur nach Kolumbien entsendet, sondern auch in andere Länder wie Ecuador, Sambia, Ghana und Bolivien.
Vom SDFV aus waren auch die Vorbereitungsseminare, dessen letztes Seminar wir erst letzte Woche hatten.
Diese Seminare haben total viel Spaß gemacht und waren auch sehr lehr- und hilfreich, sodass ich mich nun gut vorbereitet fühle und mehr darauf auch gedanklich eingestellt bin, wie es sein wird in ein vollkommen fremdes, neues Land zu kommen und dort den Herausforderungen des Zurechtzukommens und Einlebens gegenübergestellt zu sein.
Die anderen Freiwilligen aus den verschiedenen Ländern sind tolle Freunde in der Zeit der Vorbereitung geworden, sodass uns der Abschied am letzten Morgen des Seminars sehr schwer gefallen ist. Natürlich freue ich mich schon auch von ihren Erlebnissen auf ihren Blogs zu lesen smiley.

Mit mir zusammen werden drei weitere Freiwillige nach Kolumbien vom DV Aachen aus entsendet, da Kolumbien und die Diözese Aachen eine Partnerschaft haben.
Zusammen werden wir auch im August nach Bogotá, der Hauptstadt von Kolumbien, fliegen. Zwei Mädchen, Lilo und Luisa, sind die Freiwilligen vom BDKJ und Oliver wird durch die KJG entsendet. Dabei wird Oliver in Bogotá arbeiten, Luisa in Libano und Lilo und ich in Ibagué.

Zu dem Titelbild des Blogs: Das ist ein Foto des Stadtviertels „Tierra Firme“ (sichere Erde), in dem sich meine Partnerorganisation „Sueños Especiales“ (besondere Träume) befindet und wo ich auch bei zwei Leuten aus dem Projekt wohnen werde.
Ich habe das Bild von der Webseite von Sueños, doch ich weiß, dass das Foto schon einige Jahre her ist und sich in den letzten Jahren mächtig was in dem Viertel verändert hat, da die Straßen asphaltiert und viele Häuser verbessert wurden.
Deswegen wird das Bild geändert, sobald ich vor Ort bin und ein eigenes Foto machen konnte.

Das Barrio (Stadtviertel) ist durch Binnenflüchtlinge aus anderen, gefährlicheren Regionen Kolumbiens entstanden und ist somit einer der ärmlicheren Viertel Ibagués. Deswegen hat sich auch dort „Sueños Especiales“ gegründet, die Gruppenstunden für Kinder von ca. 7-18 Jahren mit und ohne Behinderung anbieten. Es gibt 4 verschiedene Altersstufen wie bei den Pfadfindern, wobei man von einer zur nächsten Altersstufe wechselt, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht.
In den Gruppen werden verschiedene Projekte zu den Themen Umweltschutz, Menschenrechte und soziales Lernen auf die Beine gestellt. Weiterhin gibt es Englischkurse, schuliche Hilfen und Musik, Tanz und Theater werden auch in den Gruppenstunden eingebaut.
Wie genau es dann in der Organisation abläuft, berichte ich, wenn ich da bin.
Im Moment weiß ich auch nur das, was ich gelesen und erzählt bekommen habe smiley.

So nun geht es schon in einem Monat los und ich bin sehr aufgeregt und voller Vorfreude, aber kann es auch noch gar nicht wirklich fassen, dass ich bald weg bin und meine Freunde, Familie und meine Heimatstadt zurücklasse. Doch ich bin zuversichtlich, dass ich dort ein ganz neues Zuhause finden werde.

Wir hören uns bald wieder, spätestens wenn ich dort binsmiley
Viele Grüße,
Theresa

PS: Hier noch ein paar Links, wer mehr über das Projekt oder einen Freiwilligendienst erfahren möchte:
http://www.dpsg-ac.de/themen/frieden-und-versoehnung/
http://www.su-especiales.org/